Die Zukunft in 28 Jahren – von vor 39 Jahren //2011/07/08

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Gerade geht die alte ZDF-Doku Richtung 2000 von 1972 im Netz viral. Darin sieht man wie sich die Autoren damals das Jahr 2000 ausgemalt haben.

Es ist teilweise erschreckend, wie man schon damals über Probleme wie Verkehr, Umweltverschmutzung und »zunehmende Isolation des Menschen durch die Technik« bescheid wusste, und trotzdem haben sich manche Dinge einfach nicht geändert.

Meistens aber kann man während dieser Halbstundendoku viel schmunzeln. Z.B. über Ideen wie das »drahtlose Haushaltsschaltpult«, ein Kasten mit blinkenden Knöpfen, dick wie sechs iPads, mit dem man Fernseher und Beleuchtung steuern kann.

Meine Lieblingsannahmen aus der Doku sind: »immerhin arbeiten die meisten noch 25 Stunden in der Woche«, und gehen mit 50 Jahren in den Ruhestand, wo »die meisten […] den langen Jahren voller Freizeit hilflos gegenüber [stehen]«.
Wichtig schien den Machern auch zu sein, zu betonen, dass der 45jährige Protagonist »parteilos und Junggeselle« ist.
Auch darf man im Jahr 2000 noch problemlos am Arbeitsplatz rauchen, und die Concorde fliegt verpessten die Luft auch noch.


Part 2, Part 3

Ob sich wohl unsere Kinder später mal genauso über diese Doku (Das Leben im Jahre 2057) beömmeln werden? Oder haben wir aus der Tatsache, dass sich die Technik immer schneller entwickelt, gelernt, unsere Zukunftsprognosen entsprechend exponentiell vorauszudenken? Ist das überhaupt möglich?
So wie im Jahr 1972 anscheinend niemand an für uns selbstverständliche Dinge wie Drahtlosigkeit oder vernetze Computer (dieses sog. Internet) gedacht hat, genausowenig können wir uns Konzepte und Technologien der Zukunft jetzt erträumen, oder?

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